ERP nach der Digitalen Transformation – Teil 5: Das ERP – Dreh- und Angelpunkt jeder Innovation

ERP-Systeme sind die führende Instanz im Hinblick auf die wichtigsten Stamm- und Bewegungsdaten eines Unternehmens. Denn dort werden alle relevanten logistischen, betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Informationen zusammengeführt. Durch die Vernetzung von Produkten und Maschinen entstehen viele neue Daten, die nach einer Verdichtung, z.B. durch Big-Data-Algorithmen in der Cloud, in das ERP-System zurückgeführt werden. Zusätzlich liefern ERP-Systeme Kontextinformationen für andere Systeme, mit denen sich die die Daten interpretieren lassen. ERP fungiert damit als Datendrehscheibe zwischen den Systemen.

Damit die digitale Vernetzung von Menschen, Produkten und Maschinen tatsächlich einen Mehrwert bietet, braucht es einen zentralen Taktgeber, der sämtliche Prozesse und Anwendungen steuert und integriert und diese an den betriebswirtschaftlichen Zielen und Vorgaben ausrichtet. Diese Aufgabe übernehmen moderne ERP-Systeme: Sie ordnen den Aufträgen Verbrauchsmaterialien, Zeiten und Kosten zu und ermöglichen so eine Vor- und Nachkalkulation. Sie sorgen für eine umfangreiche Planung (Sales-Forecast, Bedarfsplanung etc.), halten sämtliche Stammdaten (Kunden, Arbeitspläne, Stücklisten etc.) zentral vor und pflegen diese, und sie fungieren schließlich als Schnittstelle zu Kunden und Lieferanten, zum Beispiel über digitale Marktplätze. Digitale Marktplätze bringen Kunden und Lieferanten zusammen. Dabei können die digitalen Marktplätze auf bestimmte Branchen spezialisiert oder übergreifend aufgestellt sein. Unternehmen führen so ihre Geschäftslogik entlang der Wertschöpfungskette über die Unternehmensgrenze hinweg fort. Alle Marktplatz-Teilnehmer sprechen dieselbe Sprache und kommunizieren weltweit miteinander.

Ermöglicht und beschleunigt wird diese Entwicklung durch ERP-Systeme: Sie handeln quasi als »Avatare« für die Unternehmen und repräsentieren diese in den Wertschöpfungsnetzwerken der Supply Chain und auf den digitalen Marktplätzen. Ein Beispiel für einen solchen digitalen Marktplatz ist Axoom. Das Tochterunternehmen des Werkzeugmaschinen- und Laserherstellers Trumpf bietet auf seiner Plattform verschiedene Industrie 4.0-Dienste für Produktionsbetriebe an. An die Plattform können Maschinen unterschiedlichster Hersteller angebunden werden, um so die Geschäftsprozesse verschiedener Fertiger sicher und durchgängig zu vernetzen.

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Über Sven Frenzel

Sven Frenzel ist seit dem Jahr 2006 Chief Marketing Officer des IT-Gesamtdienstleisters Sycor GmbH (www.sycor.de). In dieser Position entwickelt er die Marketing-Strategie für die international agierende Sycor-Firmengruppe und übernimmt die Verantwortung für die Kernleistungsbereiche Corporate Design, Internet, New Media, Social Media, PR, Press, Events und Market Research. Zuvor war er vier Jahre lang Geschäftsführer der Marktplatz Südniedersachsen Internet GmbH & Co. KG, einem virtuellen regionalen E-Commerce-Marktplatz. Seine ersten Berufserfahrungen sammelte der gelernte Bankkaufmann als studierter Sparkassen-Betriebswirt als Referent für Electronic Banking / E-Commerce in der Sparkasse Göttingen.

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